Mein...Dein...Unser Weg ist kein besserer Weg, es ist nur ein anderer Weg

Mein Leben hat mich - genau wie jeden Menschen - geprägt. Höhen und Tiefen wechselten sich ab, wobei mir die Tiefen doch sehr zu schaffen machten. Ich lehnte mich auf, fragte immer wieder nach dem Warum. Warum gerade mir, warum denn ich? Wann wird es endlich besser, wann werd ich es überstanden haben? Obwohl eher ein optimistischer Mensch überwiegten in sehr vielen dunklen Momenten Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.
Ich kämpfte, arbeitete daran etwas zu verändern. Nach kurzzeitigen Lichtblicken rutschte ich wieder zurück, suche nach Hilfe und fand immer wieder genau zum richtigen Zeitpunkt Anhaltspunkte. Stand vor Weggabelungen und mußte mich entscheiden, aus mir selber heraus. Dies Alles forderte meine ganze Kraft und Energie. Es mußte doch einfacher und leichter gehen. Warum war ein Weg, mir mich glücklich machen sollte, nur so schwer?
Heute, im Nachhinein betrachtet, ergibt alles ein Bild. Den Sinn hinter der Warumfrage habe ich meist erst lange nach einem Ereignis erkannt. So wurde mir bewußt, daß Alles im Leben uns an einen vorbestimmten Ort trägt. Als Lehrzeit Türen und Tore öffnet und Grundlagen legt, für die von uns gewählten Lebensaufgaben.
Irgendwann haben wir uns für etwas bestimmtes entschlossen und alles weitere ist ein Gehen von Lehrstelle zu Lehrstelle. Eines Tages wachen wir auf und sind uns dessen bewußt. Im Akzeptieren all dessen was ist und in der Gelassenheit daraus, nicht im Kampf gegen irgendetwas geht es besser und schneller voran.
Würde ich noch einmal vor die Möglichkeit gestellt werden, mein jetziges Leben zu wiederholen, ich würde nichts aber auch gar nichts anders machen. Alles in meinem Leben hatte seinen Platz und seinen Sinn, und letztendlich führte es mich auf meinen ganz persönlichen Weg. Einen Weg, auf dem ich im Dienst stehen darf, für mich selbst und für andere, nach Hilfe suchende Menschen.
Mit meiner Arbeit möchte ich ein Licht sein für jeden, der diese Hilfe benötigt. Ich weiß um die beruhigende und tröstende Wirkung eines vertrauten Gespräches. Einer Hilfestellung in Momenten der größten Hoffnungslosigkeit. Ich weiß, wie sich Traurigkeit, Mutlosigkeit und Verwirrtheit anfühlen. Und ich weiß, daß es auch manchmal eines liebevollen "Neins" bedarf, statt eines gutgemeinten "Ja" um wirklich in aller Ehrlichkeit helfen zu können.
Sei bei allem was du lernst und was in deinem Leben geschieht liebevoll zu dir selbst. Vor allem schau verständnisvoll auf deine Schattenseiten. Denn das bist auch du. Dies möchte ich jedem, der diese Zeilen liest, ganz besonders ans Herz legen.
Denn Eines wird mir immer bewußter: " Bei allem was ich bisher gesagt und getan habe, bei allen Texten die ich schrieb und schreibe, merke ich immer mehr, daß ich selber der Schüler meiner eigenen Worte bin.
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