mir ist in den vergangen Jahren immer wieder aufgefallen, daß wir
Menschen uns teilweise völlig unnötig das Leben komplizierter gestalten, als es
eigentlich nötig wäre. Dies trifft auf fast jeden Bereich unseres Lebens zu. Ob
es nun eine bestimmte Religion betrifft, eine Heilweise oder etwas aus dem
Alltagsleben.
Wir versuchen unser Leben an etwas festzumachen, eine Grundlage zu
finden, anhand dessen wir etwas beschreiben oder tun können. Wir brauchen ein
Rezept, eine Bauanleitung im Großen für unser Leben und im Kleinen z. B. für
die Insatallation eines Computers.
Warum Religionen oder Sekten so einen großen Zulauf haben und auch
in der Vergangenheit hatten, beruht wohl auf diesem Umstand. Da ist jemand, der
weiß "wie es geht". Der eine Patentlösung in der Hand hat, die wir
nur nachzuahmen und auszuführen brauchen um ans Ziel zu kommen, glücklich zu
sein.
So eine Patentlösung hat für einen bestimmten Zeitraum natürlich
sein Gutes. Vorausgesetzt, ich mache mich nicht für alle Zeiten davon abhängig.
Wenn ich mich in der Elektronik im Allgemeinen nicht auskenne, werde ich die
Bedienungsanleitung zur Installation eines Receivers, Computers etc. nötig
haben. Indem ich mich damit beschäftige integriere ich Wissen über das
spezielle Thema. Mache es mir zueigen und beim nächsten Mal, kann ich diese
Aktion schon lockerer angehen. Vielleicht brauche ich bereits nicht mehr so oft
in der Bedienungsanleitung nachzulesen um zu einem zufriedenstellenden Resultat
zu gelangen.
Im Leben selbst läuft es ähnlich ab. Religionen erfüllen
dementsprechend einen bestimmten Sinn. Den Menschen in seinen Handlungen zu
unterstützen. Ihm mit Ritualen das Leben zu erleichtern. Ihn stark zu machen in
Glauben und Vertrauen.
Positives Verhalten durch Regeln zu fördern. In diesem
Sinne wären Religionen sehr willkommen, falls sie wirklich dann dahinführen,
den Menschen zu einem Individuum zu formen, ihn wachsen und stark werden zu
lassen, das Leben im Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in sich selbst
irgendwann eigenständig, moralich und harmonisch zum eigenen Wohle und zum
Wohle anderer zu gestalten. Das wäre dann das absolut positive Resultat und ich
denke auch der ursprüngliche Gedanke dabei. Und ihn nicht zu einem willenlosen
"Nachahmer und Jasager" zu degradieren. Indem man ihm strikt vorgibt
was glücklich macht und was nicht und ihn auch über die Art der Bestrafung im
Falle eines Regelverstoßes nicht im Unklaren läßt. Einem Menschen die Freiheit
über seinen Willen und seine Entscheidungen zu lassen, wäre die optimale
Vorgehensweise.
Leider sind wir Menschen zumeist Gewohnheitstiere und
manchmal nur bedingt bereit, Selbstverantwortung zu übernehmen. Natürlich ist
es anstrengender sich eigene Gedanken über sich und seine Umwelt zu machen, als
den Anderen als Vorreiter den Weg bereiten zu lassen und dann bis zum
Sanktnimmerleinstag dieselbe Vorgehensweise beizubehalten. Keine Veränderung
zuzulassen und eben dauernd mit dem Strom an Meinungen, Klischees und
überkommenen Vorstellungen, mitunter auch überflüssigen Regeln mitzuschwimmen.
Im spirituellen Bereich gibt es viele Möglichkeiten heilend und
aufbauend zu wirken. So manche energetische Heilweisen funktionieren mit
Symbolen, Mantren, Wortgefügen, Gebeten um ein bestimmtes Resultat, die
Heilwerdung an Körper, Geist und Seele oder einfach geistiges Wachstum zu
ermöglichen. Das ist absolut sinnvoll und gut für Jemanden, der sich in der
Lernphase befindet. Der noch Unterstützung und Schützenhilfe braucht. In
Wahrheit bräuchten wir diese Hilfsmittel alle nicht, denn wir tragen die große
Wahrheit, sämtliche Heilrituale, spirituellen Gedanken etc. vollkommen in uns.
Wir könnten alles erreichen, ohne diese Hilfsmittel. Aber es erleichtert uns
die Arbeit auf dem Weg zu dieser besonderen Bewußtheit. Bis wir so gefestigt,
sicher und uns unserer eigenen Macht in einem Umfange bewußt sind, der uns
befähigt unsere Aufgaben und Ziele ohne Gebrauchsanleitung zu erreichen und zu
leben.
Betrachten wir die Natur, scheint alles kompliziert und komplex.
Forscht man aber genauer nach, stelt sich heraus, daß das Universum auf einem
sehr einfachen Prinzip basiert. Daß nichts wirklich kompliziert ist., es sei
denn, wir Menschen machen es dazu. Einfacher sogar, als wir immer glaubten.
Es stellt sich heraus, daß es keine Regeln braucht, keine Normen,
keine Rituale, weil im Grunde genommen das Leben so einfach ist. Wir brauchen
es uns nur einfach zu denken. Aber um es irgendwann einfach denken zu können,
müssen wir erst die komplizierte Erfahrung machen um zu lernen, was wirklich
WIRKLICH ist.
Alles ist gut und richtig. Jeder Weg beinhaltet eine Aufgabe und
eine Lernerfahrung. Jedem Menschen ist es überlassen, wie er sein Leben
gestalten, seine Erfahrungen machen, lernen möchte. Wie lange er dafür braucht
und ob er in diesem oder in einem seiner nächstenn Leben die Lernaufgabe
abschließen kann ist nicht wichtig.
DER WEG IST DAS ZIEL
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lesen möchten, erscheint in Kürze mein Buch "Dein Weg zu dir".
Genauere Informationen dazu werde ich auf meiner Homepage aktuell veröffentlichen.
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