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„Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden. Die Liebe ist so das einzige, was sich vermehrt, wenn man großzügig damit umgeht.“
(Clemens von Brentano)
Bedingungslose Liebe
Die Liebe ohne Bedingungen also die bedingungslose Liebe, hieße eigentlich ganz realistisch gesehen, daß ich lieben kann, wen, was und wann ich will. Egal ob ich gebunden bin oder nicht. Frei nach dem Motto "Wo die Liebe hinfällt". Also absolut frei ohne Bindungen und Verpflichtungen. Es gäbe nichts, das mich zurückhalten könnte. Da es keine Sünde gibt, würde ich um mich schlagen und machen können was ich wollte. Es käme ja keiner, der mir Einhalt gebieten würde. Oder etwa doch? Wer würde das denn tun? Es gibt einen Gott, natürlich, aber er ist doch ein liebender und nichtstrafender Gott. Es gibt den freien Willen, d.h. wenn es ihn gibt, hieße das, er würde mich machen lassen was ich wollte. Ja...und das tut er auch. Aber warum? Läßt er mich einfach rennen und nimmt das Leid der Menschen in Kauf. Warum greift er nicht ein? Warum, warum, warum........
Ja, es gibt den freien Willen und ja, Gott greift auch ein, aber nur dann, wenn der Mensch es möchte. Wenn der Mensch selber den Willen dazu hat, etwas zu verändern. Gott ist wirklich ein absolut liebender Gott. Einer der alles verzeiht. Einer der schon verziehen hat, bevor es überhaupt zu einer Tat kommt, die er verzeihen müßte. Weil er jeden von uns liebt und zwar bedingungslos........Was heißt das...."bedingungslos"?
Es gibt hier so manches zu ergründen. Würde ein Mensch, der sich noch niemals mit Spiritualität, Menschlichkeit und Gott befaßt hat dies zu hören bekommen, er würde tatsächlich erwarten, hiermit einen Freibrief der moralischen Art zu bekommen. Im Grunde ist es ja auch ein Freibrief. Die Freiheit zu tun, was immer ich möchte. Das kann eben bei manchen Menschen total in die Extreme laufen und das wäre dann wirklich IHR Lebensweg. Sie würden dadurch ihr Wesen erfahren. Sie oder er würden durch ihr Tun irgendwann erkennen, was sie sind, wer sie sind, was sie wollen und was sie nicht wollen. Das tun wir ja auch in den unterschiedlichsten Lebensbereichen.
Nun gibt es aber eben im Bezug zu den Lernerfahrungen immer eine Auswirkung, die damit zusammenhängt. Also Ursache und Wirkung. Ich setze eine Ursache und erfahre irgendwann, was ich damit bezwecke. Eine junge unerfahrene Seele würde nun in die Vollen gehen und einfach mal rundherum ausprobieren. Mit dem Ergebnis eine Rechnung präsentiert zu bekommen, die ihr zeigt, was Moral ist (vielleicht in dem sie die gleiche "unmoralische" Erfahrung als Spiegel an sich selber erlebt).
Also denke ich, ist die bedingungslose Liebe nur bedingt ein Freibrief und zwar nur solange, als wir ihn als einen solchen betrachten. Ältere Seelen wissen um die universellen Lebensregeln und die Auswirkungen von Ursache und Wirkung (Karma). Das heißt, sie werden von sich aus, (und das nur deshalb, weil sie eben die Erfahrungen der jungen Seele schon zig- Male an sich selbst erprobt haben) darauf verzichten, anderen Menschen etwas anzutun, was sie selber nicht wollen, daß ihnen geschieht. Aber genau das entspricht auch wieder dem freien Willen. Sie werden die bedingungslose Liebe anders handhaben. Nicht auf eine Ebene erniedrigen, die einen geliebten Menschen verletzt, sondern ihr zuträglich ist. Sie werden die Liebe als etwas sehen, das fortbesteht und lebt durch alles, was hineingegeben und nicht herausgeholt wird. Durch die Hingabe und gleichzeitig das gesunde Selbstbewußtsein sich nicht in einem anderen Menschen zu verlieren.
Bedingungslose Liebe läßt meines Erachtens den Anderen sein wie er ist. Selbst wenn er noch eine junge Seele mit dem Drang nach weltlicher Selbstbestätigung wäre. Sie läßt den geliebten Menschen und sich selber frei. Eine gereifte bedingungslose Liebe basiert auf einr Partnerschaft, die den Anderen sein läßt wie er ist und dennoch weiß, daß Verletzungen nur immer wieder das eigene Selbst verletzten und daran hindern zu wachsen.
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