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Arbeit mit den Engeln



           



Lass die Engel bei uns wachen,
dass wir wie die Kinder lachen,
dass wir wie die Kinder weinen,
lass uns alles sein, nichts scheinen.

(Joseph von Eichendorff)


 

Wenn wir Probleme haben, uns alleine fühlen oder nicht wissen, wie wir uns entscheiden sollen, dürfen wir jederzeit die Engel fragen. Sie sind immer für uns da, wir sollten uns nur trauen, sie zu fragen. Wir müssen nicht alles alleine machen, sie helfen uns gerne.

 

Eine Frage wird nie unbeantwortet bleiben, es könnte höchstens sein, daß die Antwort anders ausfällt, als wir es uns erwartet hätten. Sie kommt vielleicht nicht gleich, oder wir haben uns in den Kopf gesetzt, die Antwort müsste auf eine bestimmte Art und Weise kommen.

 

Am Besten ist es, zu fragen, die Frage loszulassen und sich etwas anderem zuzuwenden. Dabei aber doch aufmerksam bleiben d.h. den himmlischen Postboten hereinzulassen, wenn er klingelt. Offen für ihre Antworten, ganz gleich auf welche Art sie zu uns kommen. Je fixierter und verkrampfter wir auf Antworten warten, umso weniger werden wir sie wahrnehmen. Das ist auch allgemein im Leben so. Je mehr wir etwas wollen oder erwarten, umso mehr schieben wir dies von uns weg. Je kleiner unsere Erwartungshaltung ist, umso offener und freier sind wir und umso leichter kann das Gewünschte sich in unserem Leben manifestieren.

 

Die Engel untersützen uns in jeder Hinsicht. Sie lehren uns – wenn wir das wollen - ,

uns mehr und mehr auf das eigene Bauchgefühl zu verlassen. Grundsätzlich möchte der Verstand uns immer weismachen, daß unser Gefühl ja „nur ein Gefühl ist“, nichts weiter und keine wirkliche Bedeutung hat.  Er möchte uns davon abbringen, an „Unsichtbares“ zu glauben. Unser Ego meint, daß es nur auf den Verstand ankommt und alles andere „Schwachsinn“ und „eingebildet“ ist. Der „Kopf“ ist Realist und sagt, es zählt nur, was wahrhaftig existiert, was spür- greif- und sehbar ist.

 

Stehen wir vor einem Problem oder finden uns in einer bestimmten Situation wieder,

hören wir meist zuallererst unsere Intuition, danach schaltet sich erst der Verstand ein der uns sagt, daß das Gefühl, welches wir gerade hatten, eingebildet ist. Folglich trauen wir unserem Gefühl plötzlich nicht mehr und folgen unserem Intellekt (Verstand).

Eine alte Weisheit sagt, daß immer der erste Gedanke, das erste Gefühl, richtungweisend und stimmig sind.

 

Verlassen wir uns mehr auf unseren Bauch, auf unser Gefühl gehen wir den Weg unserer Seele. Denn die Seele spricht mit uns über die Emotionen.

Wenn wir uns mit einer bestimmten Situation nicht wohl fühlen, sollte uns das eine Warnung sein, noch einmal darüber nachzudenken, ob wir diesen Weg wirklich gehen wollen.

 

Ich glaube, jeder Mensch könnte genügend Geschichten über seine Gefühle erzählen. In Situationen, an denen er sein Bauchgefühl ignoriert und doch etwas getan hat, von dem er im Nachhinein gesagt hat: „hätte ich doch auf mein Gefühl gehört“.

 

Sich plötzlich umzustellen und seinem Gefühl auf einmal vertrauen zu schenken, wenn man das ganze Leben Realist war, gestaltet sich bestimmt nicht einfach. Und niemand muß sich schuldig fühlen, weil er es nicht gleich hinbekommt.

 

Wie so Vieles, braucht alles im Leben seine Zeit und die darf es auch haben. Ein Sprichwort sagt, „Gutes will Weile haben“. Dieser Satz hat durchaus seine Berechtigung. Gehen wir unseren Weg langsam und stetig, können wir das Gelernte gut integrieren und uns selber mitnehmen. Dabei ist auch zu beachten, daß jeder Mensch seinen eigenen Rhythmus hat, und seine ganz eigene Geschwindigkeit. Keiner ist wie der Andere. Geben wir uns die Zeit, die wir brauchen. Wichtig ist auf dem Weg zu sein, unser Ziel. Den Focus auf etwas, das wir erreichen wollen, zu setzen und dann einfach loszugehen, wie lange es auch dauern mag. Seien wir nachsichtig mit uns selber. Ohne Schuldgefühle und Drängeln. Es kommt immer eines zum anderen. Ein Puzzleteil passt ins andere und ergibt zu guter Letzt ein wunderschönes Bild. Das Bild unserer Seele, wenn unser Wollen mit unserem Gefühl (der Seele) im Einklang steht.




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